Ein Früchtchen beim Festumzug

Ein Früchtchen beim Festumzug
Ort: Loschwitz

Das 13. Elbhangfest 2003

„Zündet Lichter für Ludwig Richter“

Wie ein roter Faden mit insgesamt 30 Veranstaltungen zog sich unser Thema durch das sommerliche Fest 2003. Gefahr für biedermeierliche Beschaulichkeit bestand jedoch keinesfalls. Dafür sorgte ein umfangreiches zeit- und jugendgemäßes Programmangebot.
Das aktivierende Motto „Zündet Lichter für Ludwig Richter“ sollte auffordern: Werden Sie selbst zum Mit-Macher, entwickeln Sie sich vom Konsumenten zum Produzenten! Dieser Aufruf richtete sich vor allem an die Teilnehmer des abendlichen Lichterzuges am Sonnabend und die Hangbewohner. Die Initiative der „Ludwig-Richter-Straße“ in Oberloschwitz zum 13. Elbhangfest war ein begrüßenswertes Beispiel für solche Aktivität.
Erstmals wurde die von vielen Besuchern angemahnte Tageskarte in diesem Jahr zu einem günstigeren Preis eingeführt. Der große Kreis der Elbhangfestgemeinde wird hoffentlich Verständnis aufbringen, wenn wir dafür nach Jahren stabiler Preise die für das gesamte Wochenende gültige Festkarte verteuern müssen. Ständig steigende Kosten für alle Dienste, die der Verein neben der Kultur bereitstellen muss, zwingt die ehrenamtlichen Organisatoren dazu. Es geht allein um den Fortbestand des Festes, der oft genug am seidenen (finanziellen) Faden hängt!
Im August 2002 hat unsere geliebte Elbe daran erinnert, dass es nicht nur in fernen Ländern Naturkatastrophen gibt. Nicht einmal ein Jahr danach waren nur noch wenige Spuren der Verwüstung zu erkennen. Zu danken ist dies einer überwältigenden Hilfsbereitschaft durch Menschen aus Nah und Fern. Im vergangenen Dezennium entstandene Strukturen bürgerschaftlichen Engagements haben sich bestens bewährt. Die Kirchgemeinde Loschwitz rief zu einer Spendenaktion auf. Die Reaktion war überwältigend! Gemeinsam mit der schwer betroffenen Kirchgemeinde Hosterwitz, den Elbhang-Ortsvereinen und dem Elbhang-Kurier formierte sich eine Kommission zur Verteilung der Spenden. Die Hilfsbereitschaft spiegelt wieder, was man im weiteren Sinne auch als „Geist des Elbhangfestes“ bezeichnen könnte. Das Festprogramm erinnerte insbesondere mit dem „Flutzentrum“ in Hosterwitz und einer Ausstellung in Pillnitz daran.
Ein lokalhistorisches Ereignis war das 600jährige Jubiläum des Weinanbaus in Pillnitz. Weinanbau ist Pflege der Landschaftskultur. Sein Genuss bedeutet demzufolge eine Tat für unsere Kultur! Nicht zuletzt aus diesem Grund stellte die wieder in alter Schönheit entstandene Weinbergkirche inmitten der lieblichen Pillnitzer Weinberge einen Eckpfeiler der Elbhangfest-Idee dar.
Erfreulich war außerdem, dass das Elbhangfest am Sonntag Ziel der Aktion „Verein(t)e Stadt“ der Hamburger Stiftung „Lebendige Stadt“ war. Dresdner Vereine demonstrierten damit das starke ehrenamtliche bürgerschaftliche Engagement in unserer Stadt.

Das Plakat zum 13. Elbhangfest 2003

Das Plakat zum 13. Elbhangfest 2003

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