Rückblick 22. Elbhangfest 2012

Musische Theaterreise durch die Jahrhunderte:
Der Musen Zweck ist einzig, dich zu weiten …

… so hatte man es im Mai-Elbhang-Kurier gelesen. Diese fast esoterische Ankündigung schwebte auch über dem großartigen Theaternachmittag »zu Wasser, zu Lande und in der Luft« im Englischen Garten des Pillnitzer Parks.

Dort wurde dem Publikum die Erkenntnis »Müßiggang ist aller Muse Anfang« pittoresk vermittelt. »Vermittelt« ist leicht untertrieben für das überquellende Maß an Phantasie, Sprach- und Tonkunst, (Götter-)Weisheit, Turbulenz, Witz, Ästhetik, Kunstgeschichte, Historie – von der Urzeit über Renaissance, Luther, Goebbels, Lennon, Nikki de St. Phalle bis hin zu Christo und Jean-Claude –, das den belesenen und unbelesenen Zuschauern zugemutet, oder besser: geschenkt wurde.

Eine vergleichbar üppige Inszenierung hätte einem Staatstheater wahrscheinlich mehrer Hunderttausend Euro gekostet. Aber der Loschwitzer Autor, Regisseur und Inszenator Johannes Gärtner, im Programm bescheiden unter »Buch und Konzeption« aufgeführt, »verschenkte« seine Produktion, die seine Elbhangfest-Theaterangebote der Vorjahre bei weitem übertraf. Allerdings ging die Bescheidenheit des Theaterzettels etwas zu weit: neben den (ausgebildeten) Akteuren Juliane Beier, Claire-Marie Dreiseitel und Alexander Theny wurden die weiteren unermüdlichen Mimen einfach verschwiegen; hier sind sie: Kerstin und Ludwig Heinze, Claudia-Annette und Roland Cyffka – und zwei »Gärtner-Kätzchen«, sämtlich am Elbhang zu Hause und im umstrittenen Pillnitzer Park putzmunter.

Dietrich Buschbeck

»Musische Theaterreise«

»Musische Theaterreise«

»Musische Theaterreise«

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