Rückblick 21. Elbhangfest 2011

Boemo Furioso – ein barockes Nachtkonzert

Schon am frühen Abend kamen die ersten Liebhaber der Barockmusik, um sich für das erwartete Konzertereignis die besten Plätze zu sichern. Und dann strömte es in die festlich von Kerzen erleuchtete Kirche. Als nach kleiner Verzögerung alle in der ausverkauften Kirche einen Platz gefunden hatte, erklang die bekannte h-moll-Ouvertüre von J. S. Bach, eine Referenz an Karl August Lingner.

Wie wunderbar sich die Musiker (Solisten), die im Collegium Marianum zusammen musizieren, verstehen, deutete sich hier schon an. Nicht nur Virtuosität und Klangschönheit, sondern ein sichtliches gemeinsames Empfinden zog die Zuhörer zunehmend in ihren Bann. Mit dieser Meisterschaft erschloss sich dem Publikum auch die Schönheit der Musik unbekannterer böhmischer Meister wie Jiranek und Reichenauer. Sergio Azzolini mit seinem Fagott zu erleben, ist ein Ereignis.

Sebastian Knebel, als einziger Dresdner im Ensemble, wechselte scheinbar mühelos zwischen Orgel und Cembalo. Seine Interpretation von Bachs Präludium und Fuge in Es-Dur bekam tosenden Beifall und begeisterte Bravo-Rufe.

Während des abschließenden »La Notte« von Antonio Vivaldi herrschte atemlose Stille. Jana Semeradova, Leiterin des Collegium Marianum, spielte den Flötenpart atemberaubend schön und mühelos. Ihre musikalische Unterhaltung mit Sergio Azzolini und den anderen Ensemblemitgliedern, hervorgehoben sei Hana Flekova am Cello, wurde der Höhepunkt des Abends.

Zwei Stimmen aus dem Publikum: »nicht zum Aushalten schön…«
»So etwas hat es in Dresden überhaupt noch nicht gegebene!«
Das Elbhangfest hat mit diesem Konzert Maßstäbe für die Zukunft gesetzt!
A. Weber

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